Wie die Struktur der Rede für’s Verständnis wichtig ist

Vielleicht haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, warum manche Redner und Rednerinnen gut verstanden werden, und andere nicht. Dafür kann es viele Gründe geben. Oft liegt es an der Struktur, wie eine Rede aufgebaut ist.

Aus einer Studie über Lernstile, die von Bernice McCarthy in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurde, ist folgendes hervorgegangen: Sie stellte fest, dass Kinder auf unterschiedliche Art und Weise lernen. Dieses Lernen geschieht durch das Stellen spezifischer Fragen.

McCarthy konnte vier Grundkategorien erkennen, in der sich die Fragen unterschieden:

  • Einige Kinder wollten Begründungen für das hören, was von ihnen verlangt wird und warum sie etwas lernen sollten. Sie fragten ständig nach dem Warum.
  • Andere fragten nach Fakten und Information. Sie wollten mehr wissen, was Sache ist. Sie fragten nach dem Was.
  • Wieder andere wollten die Dinge ausprobieren und fragten, wie etwas funktioniert und wie sie etwas machen können. Sie fragten nach dem Wie.
  • Die restliche Gruppe wollte zukünftige Konsequenzen erforschen und wollte daher wissen, Was ist, wenn? Der herkömmliche Schulunterricht beantwortet im Wesentlichen nur die Frage nach dem Was.

Erwachsene bevorzugen ebenso jeweils einen dieser Lernstile

Die Gruppe der Warum-Menschen lernt am besten, wenn sie die Gründe für etwas erfährt und darüber diskutieren können. „Warum sollten wir das tun?“ oder „Warum ist es von Wert?“ sind die gestellten Fragen.

Die Gruppe der Was-Menschen lernt am besten, wenn man ihnen Informationen vermittelt. Sie machen sich Notizen und schreiben sehr schnell alles auf. Warum-Menschen benötigen zuerst Antworten auf die Warum-Fragen, bevor sie beim Was mitmachen.

Die Wie-Menschen lernen am leichtesten, wenn sie etwas tun können. Theorie und Begründungen interessieren sie wenig. Sie wollen Dinge ausprobieren und verzichten gerne auf Handbücher und Anleitungen.

Die Gruppe der Was-WennMenschen lernt am besten durch eigene Entdeckungen. Wenn sie an etwas herangehen, verändern sie gerne die Aufgabenstellung und sie machen ihr eigenes Ding. Sie wollen die Konsequenzen entdecken und Inspiration erfahren.

Ein guter Redner spricht alle vier Lernstile in einer ganz bestimmten Reihenfolge an

  1. Er beginnt mit dem WarumTypus: Warum-Typen benötigen zuerst Begründungen, bevor sie der restlichen Information Beachtung schenken.
  2. Anschließend werden Informationen für den Was-Typus vermittelt.
  3. Dann bekommen die Zuhörer erklärt, wie es umgesetzt werden soll.
  4. Zum Abschluss wird für den Was-WennTypus erläutert, was geschehen würde, wenn sie es täten, und was, wenn nicht. Was würde wahrscheinlich passieren, wenn vom Plan abgewichen wird und welche weiteren Möglichkeiten sich, auch spekulativ, entwickeln könnten.

Ein Beispiel für diese Struktur in Form einer Begrüßung einer Arbeitsgruppe sieht so aus:

  1. WARUM: Wir sind heute hier zusammengekommen, um Klarheit zu erlangen. Ich spüre und aus Gesprächen mit Ihnen weiß ich, wie wichtig dies für Sie ist.
  2. WAS: Um Klarheit zu erlangen ist es notwendig zu verstehen, woher wir kommen, was unsere Ziele sind, und was bewegt, unser WHY.
  3. WIE: Diese Fragen bearbeiten wir in Form des bewährten Brainstorming-Prozesses …
  4. WAS-WENN: Die Klarheit, die wir erlangen, erleichtert unsere Zusammenarbeit und macht uns attraktiv am Markt.

Redner machen oft den Fehler, dass sie komplett auf den Warum-Teil vergessen, und gleich mit dem Was– oder dem Wie-Teil beginnen. Menschen neigen zur irrtümlichen Annahme, dass es ohnehin allen klar ist, warum etwas zu tun ist, und es alle wissen und verstehen. Diese Annahme ist unrichtig. Wir alle haben unterschiedliche Erfahrungen und ein unterschiedliches Set an Überzeugungen und Wahrnehmungen. Das Warum ist entscheidend, um die Zuhörer zu synchronisieren und ihnen einen Grund zu geben, hier zu sein.

Die Anwendung dieses sog. 4MAT-Systems wird Ihnen und Ihrer Zuhörerschaft helfen, Ihre Botschaft besser zu verstehen. Sie werden es an den positiven Rückmeldungen bemerken.

Wie kann ich das in die Praxis umsetzen?

Menschen und Organisationen, die mit mir arbeiten, haben nach wenigen Einheiten frische Ideen für konkrete Pläne und nächste Schritte, eine neue Strategie und klare, handhabbare Ziele. Mit Mentalen Techniken setzen wir Innovationskräfte frei, die Sie und Ihre Mitarbeitenden beflügeln.

„Wenn Sie weniger von dem machen wollen, was jetzt nicht mehr funktioniert, und auf der Suche sind nach dem, das für Sie und Ihre Organisation funktioniert, dann sind Sie hier genau richtig.“ – Thomas W. Albrecht

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