Wie man Kompetenz klonen kann

April 2018 – mein erster Marathon, volle Distanz über 42,195 km, geschafft im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Jahr zuvor wäre diese Leistung für mich vollkommen unvorstellbar gewesen – ich hatte gerade erst mit dem Laufen begonnen. Noch früher war Laufen gänzlich komisch gewesen. „Wie kann man nur so lange Distanzen laufend zurücklegen und was soll daran so cool sein?“, fragte ich mich ernsthaft. Gehört Laufen zu einer Kompetenz, die man haben sollte?

Was hat sich geändert, was ist der Unterschied zu früher? Denn Laufen an und für sich können wir Menschen sehr bald in unserem Leben. Ob wir es im Erwachsenenalter tatsächlich tun, hängt offensichtlich von ganz anderen Kriterien ab. Der Unterschied liegt wohl in der mentalen Einstellung zum Laufen. So wie zum Laufen haben wir zu allen Dingen im Leben, die wir tun oder die wir nicht tun, eine mentale Einstellung. Unsere mentale Einstellung zu etwas entscheidet darüber, ob wir eine Fähigkeit tatsächlich in die Tat umsetzen. Wäre es nicht wünschenswert, sich grundsätzlich beliebige Kompetenzen aneignen zu können?

Ist mentale Einstellung nun fix oder veränderbar?

Früher dachten wir, es ist so, wie es ist, also gegeben und unveränderbar. Wir kamen also über das Bewundern unserer Idole nur schwer hinaus und wünschten uns, ebensolche Fähigkeiten, also Kompetenzen, zeigen zu können. „Du musst sehr viel üben, um Erfahrung zu sammeln!“, war das Credo unserer Erzieher. Heute wissen wir, dass es nicht nur auf Übung ankommt, sondern ganz wesentlich auf die mentale Einstellung, die für eine Kompetenz erforderlich ist. Und diese erforderliche mentale Einstellung ist definitiv einstellbar.

Wie geht das?

Jedes menschliche Verhalten unterliegt einer mentalen Strategie. Also einer Abfolge von Gedanken, die zu Bewegungen führen. Wir bezeichnen diese Gedanken, die bewusst und unbewusst ablaufen, als Gedankenmuster. Die meisten davon sind, sobald wir eine Fähigkeit beherrschen, unbewusst. Im Zuge des Lernens müssen wir die Sache jedoch sehr bewusst angehen. Damit wir es ab sofort gleich richtig machen, suchen wir uns ein Vorbild. Also eine Person, die die gewünschte nachahmenswerte Fähigkeit zeigt. Wir wollen nun ihre unbewussten Gedankenmuster herausfinden und erlernen. Daher fragen wir sie z.B.: „Wenn Du das tust, was denkst Du über Dich? Was denkst Du über Dein Publikum? Was ist Dir wichtig? Wie weißt Du, dass Du es richtig machst? …“ Durch diese geeigneten systematischen Fragestellungen erfahren wir die mentale Einstellung unseres Vorbilds.

Folgen wir nun den Gedankenmustern unseres Vorbilds ganz bewusst, dann stellen wir zu unserer Überraschung fest, dass uns die gewünschten Fähigkeiten viel leichter von der Hand gehen. Wir haben also begonnen, eine Kompetenz einer anderen Person zu klonen.

Da es viele Möglichkeiten gibt Gedankenmuster zu ergründen, kennen wir aus der Fachliteratur auch mentale Einstellungen großer Persönlichkeiten, wie z.B. die von Sigmund Freud, Leonardo da Vinci, Albert Einstein, Aristoteles, Walt Disney und Wolfgang Amadeus Mozart. Das Klonen von nachahmenswerten Kompetenzen und Fähigkeiten ermöglicht es Führungskräften, Verkäufern, Experten und allen Professionen, sich gewünschte Fähigkeiten schnell und einfach anzueignen und zu verbessern.

DI Thomas W. Albrecht ist Experte für Authentizität und mentale Innovation. Er ist Speaker, Autor, Coach und Mentor, sowie Mitglied im Österr. Gewerbeverein und im Wirtschaftsforum der Führungskräfte Österreichs.

Aus seiner langjährigen Erfahrung als Führungskraft und als Unternehmer weiß er was es bedeutet, Verantwortung zu tragen und immer wieder an Grenzen zu stoßen. Vielen seiner Klienten geht es so, dass sie bis zum Umfallen arbeiten, der Haussegen bereits schief hängt, die eigenen Kinder kaum noch sehen, der Stress einen übermannt und die Grenzen der Überforderung bald überschritten sind. Er bringt sie zurück zu Ihrer Authentizität und zu Ihrer Lebensfreude, damit sie in Zukunft in jeder Situation wieder klar, fokussiert und exzellent handeln können. https://twa.gmbh